Mädchenkleider für die Wiesn

Mary Quant, 1934 in England geboren, gehört zu den Frauen, die einen Meilenstein in der „westlichen“ Mode gelegt haben. Sie wollte Kunstlehrerin werden und erlernte in diesem Studium Schnittmuster zu erarbeiten. 1955 eröffnete Mary, gemeinsam mit ihrem Mann, eine Boutique in London. Dort verkaufte sie nicht nur die damalige Mode, sondern entwarf eigene Designs, die sie in unterschiedlichen Ladenketten präsentieren durfte.

Anfang der 1960er Jahre entwickelte Mary Quant ein Kleidungsstück, das bis dahin eher als praktische Verhüllung bekannt war. Abgeleitet vom Lendenschurz erblickte der Minirock das Licht der Welt. Die weibliche Jugend der 60er und 70er Jahre, rief mit dem Tragen einen Skandal hervor, der bis heute mit der Popkultur verbunden wird. Zunächst als Provokation und Respektlosigkeit erachtet, veränderte sich die Welt und nennt den Minirock heute in einem Zug mit Selbstbewusstsein.

Die künstlerische Freiheit

Seitdem ist der Minirock oder das Minikleid, in jeglicher Stilrichtung verewigt. Auch mit traditionellen Komponenten wird eifrig experimentiert. Das Minidirndl kurz bis 50cm ist eine Richtung, die stark von dem befreienden Gedanken beeinflusst wurde: Nur weil Frau zeigt, was sie hat, ist sie nicht schlechter als jeder andere.

Oftmals gilt auch heute noch, wie in den frühen 1960er Jahren, dass zu kürze Röcke unangemessen und unschicklich sind. Über diese Einstellungen sollte man inzwischen hinaus sein. Diese Kleider sind schick, elegant, romantisch und sehr weiblich. Und Weiblichkeit muss niemand verstecken, oder? In gedeckten Farben, mit zarter Schürze und mädchenhafter Bluse kann selbst ein kurzes Kleid recht bieder daherkommen. Keine Angst also vor Vorurteilen oder schrägen Blicken. Der Mut lohnt sich und es sieht fantastisch aus mit hohen Absätzen. Zeigt her eure Füße, und die Beine gleich mit.