Das Kropfband als Trachtenschmuck

Das Kropfband als Trachtenschmuck blickt bereits auf eine lange Tradition zurück. Dabei handelt es sich um eine etwas breitere Kette, welche eng am Hals anliegt und mit Edelsteinen, Perlen oder Stickereien verziert ist.

Samt, Perlen, Edelsteine

Das Kropfband, welches seinen Ursprung in Salzburg hat, ist eigentlich sogar fester Bestandteil der österreichischen und bayrischen Tracht. Seinen Variationen in Größe, Aussehen und Art der Verzierung, sind keine Grnezen gesetzt. Die reichen Salzburgerinenn trugen damals beispielsweise ein Kropfband, dass sehr aufwendig gearbeitet war. So bestand es nicht einfach aus einem Band, sondern aus vielen kleinen, durch einzelne Stege miteinander verbundene Kettchen aus Gold oder Silber. Die einzelnen Stege verhinderten ein Verheddern der einzelnen Ketten. Diese liefen in der Mitte zu einem besonders prachtvollen Mittelteil zusammen. Der vordere Halsbereich wurde von diesem Mittelteil besonders schön verziert. Meist handelte es sich dabei um eine sehr filigran gestaltete Arbeit eines Goldschmiedes. Ornamente, Edel- und Halbedelsteine schmückten diese Kropfbänder, welche vor allem zu besonderen Anlässen zur Festtagstracht angelegt wurden.

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as Kropfband – Ursprung in der Salzzeit des Salzburger Landes

Nicht ganz so elegant ist die Ursprungsgeschichte des Kropfbandes. Schon seit 1300 vor Christus wurde in der Salzburger Region mit der Gewinnung von Salz begonnen. Dies wurde bis ins Jahr 1967 weitergeführt. Wenngleich der Abbau des Salzes anfangs auch langsam begann, erkannte man relativ schnell den Wert des weißen Goldes. Viele Erzbischöfe haben sich durch den Handel mit Salz einen großen Reichtum erwirtschaftet. Einen Haken hatte die Sache jedoch. Dem Salz der Region Salzburg mangelte es im Gegensatz zum Meersalz an Jod. Dieser fehlende Bestandteil hatte eine krankhafte Verdickung des Kropfes (sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse) zur Folge. Damals war es nicht möglich diesen Mangel durch eine ausgewogenen Ernährung auszugleichen. Das Kropfband wurde als Behelfsmittel erfunden. Um die Narben einer Kropfoperation oder auch um den angescholleneen Kropf selbst zu verdecken, wurden die breiten Kropfbänder angelegt und somit zum Bestandteil der Festtagstracht der Frauen.

Auch heute noch gehört das Kropfband zur Tracht. Das Material, wie auch die Verzierungen haben sich jedoch inzwischen der Mode und dem Trend angepasst.